Tipps für die Gestaltung von Verbindungen

Die Gestaltung von Verbindungen hat einen wesentlichen Einfluss auf die Möglichkeiten und die erreichbare Qualität. Wir sehen als selbstverständlich an, dass schweißgeeignete Werkstoffe verwendet werden. Hier einige Hinweise zur Schweißeignung:Sogenannte Automatenstähle sind nicht schweißgeeignet, da schwefel-legiert.
Auch Kohlenstoffstähle über 0,2%-c-Gehalt sind nicht schweißgeeignet.
In der Regel werden artgleiche Verbindungen bevorzugt, artähnliche und artverschiedene Verbindungen sind jedoch oft möglich und sogar üblich. Anfragen beim Schweißer oder Hersteller des Schweißzusatzes sind ratsam.
Die verschiedenen Legierungsbestandteile haben unterschiedlichen Einfluss auf die Schweißbarkeit. Hier grundsätzliches für die Schweißbarkeit von Stahl.
Nitrierter Stahl ist ohne Vorbehandlung nicht schweißbar. Die Nitridschicht muß partiell oder vollständig entfernt werden. In der Praxis wird immer wieder nitriertes geschweißt und erweckt den Anschein, dass es gut sei. Bei Belastung in Höhe der normalen Belastungsgrenze bricht jedoch Aufgeschweißtes wieder ab. Wir schließen für solche Arbeiten jede Gewährleistung aus.
Die meisten Beschichtungen lassen sich relativ problemlos überschweißen, Chromschichten von über 20 µm sind kritisch.
Ebenso selbstverständlich wie ein schweißge-
eigneter Werkstoff ist, dass die zu schweißenden Teile frei von jeglichen Fetten, Bearbeitungs-
Hilfsstoffen, Reinigungsmitteln oder sonstigen Verunreinigungen (Edding, Dielektrikum, Klebstoffe …) sind.
Verbindungen können auf unterschiedlichste Weise gestaltet werden. Es sind alle genormten Nahtformen denkbar, mit dem Unterschied zu anderen Schweißverfahren, dass sich die zu verbindenden Bauteile, an der Naht, sichtbar berühren oder einen möglichst geringen Abstand haben müssen. Abstände von mehr als 0,1 mm verschlechtern den Prozess deutlich und können rasch zum Ausfall der Komponenten führen. Wo immer möglich, sollte auf Schweißzusatz verzichtet werden.